Unter dem Motto: „lokal – nachhaltig – international“ bespielt die ALTONALE, das größte Hamburger Kulturfestival, über einen Zeitraum von zwei Wochen verschiedene Orte in Altona mit Literatur, Film, Kunst, Theater, Musik, kulinarischen Events, Straßenkunst und Kinderaktionen. Spielort und Bühne ist der Stadtteil, die Regisseure und Akteure sind seine Bewohner, Initiativen und Gewerbetreibenden.

Autorin: Katharina Regenstein

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Musik im Fenster bei „Altona macht auf!“, Foto : Nino Herrlich


Neben der Zusammenarbeit mit internationalen Akteuren wie z. B. Vertretern der jährlich wechselnden Partnerstädte gilt als wesentliches Merkmal der altonale, dass Initiativen, Künstler und Unternehmen aus dem Stadtteil gezielt eingebunden werden: „Kunst im Schaufenster“, „altonale Infomeile“, „Altona tischt auf“, „Altona Musiziert“ oder „Altona macht auf!“ sind nur einige Beispiele, die schon namentlich zeigen, welchen Stellenwert der lokale Bezug für die altonale hat. Die altonale trifft dabei auf gute Netzwerke und viel kreatives Potenzial. Das Ergebnis ist ein Festival, welches hinsichtlich der Einbindung lokaler Akteure für Hamburg einzigartig ist.

Als best practice kann das 2011 von der theater altonale ins Leben gerufene Projekt „Altona macht auf!“ angeführt werden: Hierbei sind Altonaer Bewohner eingeladen, auf ihre Balkone und in ihre Fenster zu treten, um ihren Ideen, Sehnsüchten und Wünschen individuell Ausdruck zu verleihen. Der besondere Erfolg von „Altona macht auf!“ basiert auf verschiedenen Aspekten: Das Projekt traf gleich zu Beginn auf gute lokale Startbedingungen wie z. B. auf vernetzte Nachbarschaften und viel kreatives Potenzial im Stadtteil. Die Beteiligten lobten, dass vor allem die Möglichkeit bestand, unabhängig von Vorkenntnissen mitzuwirken und eigene Ideen vom Flötenkonzert bis zur Opernarie umsetzen zu können. Zudem konnte die Unterstützung professioneller Coaches in Anspruch genommen werden, was die Angst vor einem möglichen Misserfolg nahm. Nicht zuletzt ist ein wichtiger Aspekt für den Erfolg, dass die Beteiligung für Akteure und Besucher durchweg kostenlos gestaltet ist.

Die hohe Bereitschaft zur Beteiligung wurde aber vor allem dadurch erreicht, dass die Ansprache der Bewohner durch das Team von „Altona macht auf!“ buchstäblich „auf der Straße“ stattfand. Die „Börse der Sehnsüchte“ fungierte als Eyecatcher für Passanten. Diese wurden gezielt durch Lesungen und kleinere Darbietungen angesprochen.

„Altona macht auf!“ gilt als eines der erfolgreichsten Projekte der altonale: Neben dem enormen Presseecho und der sehr guten Besucher- und Beteiligungsresonanz – rund 300 Anwohner beteiligten sich und ca. 5.000 Besucher schauten zu – zeigte vor allem die private Fortsetzung der Aktivitäten in den Nachbarschaften, wie erfolgreich „Altona macht auf!“ war und ist.

Kontakt:
altonale GmbH, Große Bergstraße 160, 22767 Hamburg, 040/39 80 69 70, www.altonale.de, www.altona-macht-auf.de

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