Die aktuelle Ausgabe

ON/OFF und dazwischen – Digitalität in der Stadtteilkultur in Zeiten von Corona

Auf dem 21. Hamburger Ratschlag Stadtteilkultur haben vom 9. bis zum 13. November 2020 gut 200 Teilnehmer*innen in 21 Keynotes, Diskussionen, Workshops, Vorträgen und Projekt­präsentationen online eine Zwischenbilanz gezogen: Wo steht die Stadtteilkultur in der Digitalität in Zeiten von Corona und wie kann sie mit neuen Tools und Formaten zukunftsfähig aufgestellt werden?

Das stadtkultur magazin Nr. 53 beinhaltet die Dokumentation des 21. Hamburger Ratschlags Stadtteilkultur. Die Keynote-Speaker*innen und Referent*innen des Ratschlags 2020 haben dafür ihre Sessions in Artikeln zusammengefasst.

Am Montag, den 9. November, ging es um die Reflexion des Lockdowns und um die Identität der Stadtteilkultur angesichts von Digitalität. Die Sessions am Dienstag und Mittwoch standen im Zeichen der Digitalität, am Donnerstag und Freitag wurden Good Practice-Formate in Zeiten von Corona vorgestellt.

Alle Artikel der Ausgabe:

  • Editorial „ON/OFF und dazwischen“
    Liebe Kulturinteressierte, Leider gibt es für das Jahr 2020 keinen Reset-Knopf: zurück auf Anfang. Den hätten wir wohl fast alle gerne gedrückt in diesem Jahr der Pandemie. Unsicherheit ist das Gefühl dieser Zeit. Alles, was zuvor kontrollierbar erschien, ist plötzlich fragil, viele Sicherheiten sind plötzlich infrage gestellt oder ganz verschwunden und wir fühlen uns hilflos …

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  • #Digitalität #Stadtteilkultur #Corona
    OFF. ON. Lockdown und wieder hochfahren. Kultur(arbeit) offline und online und deren Mix. Alles drin im Ratschlag 2020 und online. Im März 2020 musste die Hamburger Stadtteilkultur ihre Häuser schließen: OFF. Keine Kultur und keine Begegnung vor Ort. Homeoffice. Kurzarbeit. Nach dem ersten Corona-Schock wurden dann erste neue pandemietaugliche Formate entwickelt und ausprobiert. Ab Mitte …

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  • Geht das gut? Und wie?!
    Die Pandemie stellt die Hamburger Stadtteilkultur vor die Herausforderung, Bürgerinnen und Bürger zusammenzubringen, obwohl man nicht mit vielen zusammen an einem Ort sein darf. Technik ist hier ein wichtiges Hilfsmittel. Nach der Pandemie wird es darum gehen, abzuwägen, welche digitalen Kulturtechniken wir wie weiterentwickeln können.
  • Die Stadt als Spielfeld
    Unsere Gesellschaft ist im digitalen Wandel und Corona beschleunigt ihn nur. Wie müssen Kunst und Kultur darauf reagieren und wie sieht eine passende, nachhaltige digitale Strategie aus?
  • New Work und mobiles Arbeiten
    Zum digitalen Arbeiten gehört mehr als nur der Einsatz von digitaler Technik. Noch viel wichtiger sind eine neue Form der Zusammenarbeit und ein neues Verständnis von Führung.
  • Livestreaming: Immer weiter
    Der Kultur Palast Hamburg hat im März 2020 schnell und entschlossen damit begonnen, Veranstaltungen und Kurse per Livestream im Internet verfügbar zu machen. Auch in Zukunft soll das Internet als Plattform für große Veranstaltungen genutzt werden.
  • Podcasts: Neue Welten
    Podcasts lassen sich ohne großen technischen Aufwand produzieren und haben es als Medienformat in den letzten Jahren zu großer Beliebtheit gebracht. Auch für die Stadtteilkultur eigenen sie sich, wie das Projekt „VizeCast“ der Ohrlotsen zeigt.
  • Tipps zu Online-Veranstaltungen: Der Faktor Mensch
    Digitale Treffen sind durch die Coronapandemie mit einem Schlag das Mittel der Wahl geworden. Wenn sie nicht bloß Notlösungen sein sollen, dann müssen wir anfangen, sie zu gestalten.
  • Monetarisierung: Online, aber nicht gratis
    Die Zukunft wird uns hybride Formate zwischen „ON“ und „OFF“ abverlangen. Zeit, darüber nachzudenken, wie sich mit digitalen Formaten Einnahmen generieren lassen.
  • Kollaborationssoftware: In den Wolken
    Kollaborationssoftware ermöglicht das gemeinsame Arbeiten von Teams über das Internet: Die Daten werden in der Cloud gespeichert und können von den Teammitgliedern jederzeit abgerufen werden. Ein Überblick über drei mögliche Lösungen.
  • Online-Konferenzen für Künstler*innen
    Online-Proben und -Auftritte haben grundsätzliche technische Probleme wie zum Beispiel die Verzerrung und Verzögerung von Klang. Das Projekt digital-stage.org arbeitet daran, diese Probleme zu beheben.
  • Engagement mit Abstand
    Auch während des Lockdowns hatten die Freiwilligen im Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung, den STADTKULTUR in Hamburg organisiert, viel zu tun. Vier Beispiele, wie es gelaufen ist.
  • Smarte Rassisten
    Rechtsextreme nutzen das Internet als Radikalisierungsplattform. Dabei geben sie sich nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen: Sie benutzen Szene-Codes und machen sich die Algorithmen der sozialen Netzwerke zunutze.
  • Kontakt als Kulturtechnik
    Zur Kernkompetenz der Soziokultur gehört, Beziehungen zwischen den Menschen herzustellen. Das pandemiebedingte Abstandsgebot fordert dafür neue Ansätze und Ästhetiken. Manche davon sollten unbedingt Bestand haben.
  • Hamburg im Corona-Sommer
    Das Kooperationsprojekt MomentMal! sammelte Geschichten, Gedanken und Gefühle von Hambur­ger*innen – schriftlich, spontan und vor Ort. ­Entstanden ist so ein Text, der Künstler*innen zur Weiterverarbeitung inspirierte.
  • Das HoFaLab: Digitalisiertes Handwerk
    Das Wilhelmsburger HoFaLab bietet eine niedrigschwellige Möglichkeit, 3D-Drucker, CNC-Fräsen und Mikrocontroller auszu­probieren. Es dient der Wissensvermittlung und der Kunst und hilft außerdem, Projekte zu verwirklichen, die das Leben im Stadtteil besser machen.
  • Virtual Reality in der Sandkiste
    Mit SPIELEWELTEN hat das FUNDUS THEATER in Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Medienpädagogin Christiane Schwinge einen Workshop entwickelt, bei dem Kinder ihre digitale Welt selbst gestalten.
  • Die Ausstellung für die Hosentasche
    Auf dem „Geschichts- und Kulturpfad Othmarschen“ werden Informationen über QR-Codes vermittelt. Das Format ist aufwändig – aber der Aufwand lohnt sich.
  • Vermittlung mit Game-Design
    Das Computerspiel Pavillon Prison Break beschäftigt sich mit dem Wandel von gesellschaftlichem Rechtsempfinden am Beispiel des Ortes, an dem heute das Kulturzentrum Pavillon in Hannover steht. Mitgearbeitet haben bislang über 300 Personen. Zu Ende ist das Projekt aber noch nicht.
  • Virtuelle Verbundenheit
    Theater überzeugend ins Internet zu verlegen ist schwierig. Für das Projekt Damengedeck 2.0 haben die Macherinnen eine Form entwickelt, die mehr war als nur eine Notlösung: Sie machten aus dem Stück eine inszenierte Zoom-Konferenz unter Mitwirkung des Publikums.
  • Poetic Recording des 21. Ratschlags
    Nils Kumar, BFD-Freiwilliger bei STADTKULTUR HAMBURG, Literat und Poetry-Slammer, hat ein persönliches Poetic Recording des 21. Hamburger Ratschlags Stadtteilkultur erstellt und für die Dokumentation des Ratschlags zur Verfügung gestellt.