Culture4Climate: Mitwirkungsmöglichkeiten für die Soziokultur

Die Initiative Culture4Climate setzt sich für die ­Erreichung der globalen Klima- und Nachhaltigkeitsziele im Kultursektor ein und sieht hier eine doppelte Verantwortung für den Bereich. Die Kultur und damit auch Soziokultur, kann nicht nur einen Beitrag zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele leisten, sondern auch als treibende Kraft für einen Bewusstseins­wandel in unserer Gesellschaft dienen.

Autorin: Selina Kahle

Die im September 2022 veröffentlichte Nachhaltigkeitsdeklaration der Initiative Culture4Climate für den Kulturbereich setzt genau an diesem Punkt an: Sie bietet Kultureinrichtungen, -verwaltungen, -verbänden und Kulturschaffenden erstmals die Möglichkeit, sich selbst zu globalen Klima- und Nachhaltigkeitszielen zu verpflichten. Die Nachhaltigkeitsdeklaration konkre­tisiert in fünf Grundsätzen und fünf Leitzielen den international geteilten Rahmen der UN-Agenda 2030 und berücksichtigt das Übereinkommen der UNESCO zur Förderung und dem Schutz kultureller Vielfalt sowie die Ziele des Pariser Klimaabkommens. Besondere ­Beachtung finden die für den Kulturbereich relevanten Nach­haltigkeitsziele: Nachhaltige Städte und Gemeinden (Nr. 11), Hochwertige Bildung (Nr. 4), Nachhaltige Produktion und Konsum (Nr. 12), Partnerschaften (Nr. 17) sowie Maßnahmen zum Klimaschutz (Nr. 13).

Die Nachhaltigkeitdeklaration von Culture4Climate

Im ersten Jahr seit ihrer Veröffentlichung haben über 120 Kunst- und Kultureinrichtungen sowie ­Kulturschaffende die Nachhaltigkeitsdeklaration für den Kultur­bereich unterzeichnet. Damit erklären Institutionen aus Bibliotheken, Festivals, Film, Kunst, Literatur, Museen, Musik und der Soziokultur ihren Willen, ihre Ressourcen für die Erreichung von Klimazielen einzusetzen und einen Kulturwandel im Einklang mit den globalen Nachhaltigkeitszielen voranzutreiben. In diesem Kontext bietet die Initiative Culture4Climate den Unterzeichnenden und Interessierten zahlreiche Möglichkeiten zur Mitwirkung. Dazu gehören die Nutzung und Registrierung auf dem Kompetenz- und Vernetzungsportal, eine Netzwerkkarte, ein SDG-Kulturwettbewerb, Weiter­bildungs- und Umsetzungsmaßnahmen sowie eine nationale Konferenz im Herbst 2024.

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