Hamburg ist eine der großen Musikstädte in Deutschland und dennoch ist es schwierig für junge Nachwuchsbands, Auftrittsmöglichkeiten zu finden und sich dadurch weiterzuentwickeln. Der Pop Up Bandwettbewerb des Landesmusikrats Hamburg will das ändern.

Autorin: Sarah Höfling

Bootlace qualifizierte sich in der Lola für das Finale im Knust, Foto: Sarah Höfling

Bootlace qualifizierte sich in der Lola für das Finale im Knust, Foto: Sarah Höfling

„Gerade für junge Bands ist die Möglichkeit live aufzutreten besonders wichtig, um sich eine Fangemeinde zu erspielen, die die Band motiviert, weiter zu machen. Hierzu ist es notwendig, die Veranstalter vor Ort kennenzulernen. Da die soziokulturellen Zentren und Bürgerhäuser sehr engagiert in der Nachwuchsförderung sind, sind sie geradezu prädestinierte Projektpartner für einen Bandwettbewerb mit lokalen Wettbewerbskonzerten“, sagt Steph Klinkenborg, Mitglied im Präsidium des Landesmusikrats Hamburg. So entstand die Idee, einen Schulbandwettbewerb in den Bezirken zu entwickeln – mit einem hamburgweiten Finale zum „Tag der Musik“ im Knust, die seit 2011 jedes Jahr verwirklicht und weiterentwickelt wird: Vier bis fünf Bands, deren Mitglieder in der Mehrzahl unter 20 Jahren alt sind, präsentieren sich und ihre Musik in lokalen Wettbewerbskonzerten dem Publikum und einer vierköpfigen Fachjury.

Alle Genres und Musikrichtungen sind erlaubt und die Bands aufgerufen, ihre Fans zu motivieren, denn neben der Jury hat das Publikum eine Stimme und darf per Zettelabstimmung seinen Favoriten wählen. Die diesjährigen lokalen Wettbewerbskonzerte sind schon gelaufen und die Bands für das große Finale am 16. Juni im Knust stehen fest: Losing Reality, Eruption of Corruption, One United, Bootlace, The Vagabonds und Stormy Thursday.

Erfreulich ist, dass viele Bands, die nicht auf Anhieb zu den großen Siegern der letzten zwei Jahre gehörten, sich weiterentwickelten und noch einmal trauten, am Wettbewerb teilzunehmen. Die Gründe für eine nochmalige Bewerbung sind ähnlich und geben den Veranstaltern und ihrem Konzept recht: Die jungen Bands schätzen die Betreuung während der Wettbewerbskonzerte, die professionelle Lichtund Bühnentechnik und, dass sie sich auf einer größeren Bühne und vor einem größeren Publikum präsentieren können. Zudem wurden und werden viele Bands im Anschluss an den Wettbewerb von den Veranstaltern für weitere Konzerte und Veranstaltungen gebucht und können eine professionelle Studioaufnahme in der Jugendmusikschule Hamburg gewinnen.

Kontakt:
Pop Up Bandwettbwerb Hamburg, Landesmusikrat Hamburg, Felix-Dahn-Str. 3, 20357 Hamburg, sarah.hoefling@klinkenborg.com, www.popup-hamburg.de

Tagged with →