Der Bezirk Hamburg-Nord hat wie alle anderen Stadtbezirke die Größe einer mittleren Großstadt. Kulturinitiativen, bezirkliche Verwaltung und Kommunalpolitiker haben im Laufe der Zeit erfolgreich eine lebendige Kulturszene entwickelt und sind stolz auf „ihre“ Einrichtungen. Sie haben die Kompetenz vor Ort, aber geringe Macht und wenig Geld…

Autoren: Bernd Haß und Klaus Kolb

Mehr Raum für Stadtteilkultur: Ausbau der Zinnschmelze, Foto: Dorothee Puschmann

Mehr Raum für Stadtteilkultur: Ausbau der Zinnschmelze, Foto: Dorothee Puschmann

Wie kann sich unter diesen Rahmenbedingungen eine lebendige Stadtteilkultur entwickeln? Die überarbeitete Globalrichtlinie Stadtteilkultur widmet diesem Thema als Folge der Evaluation der Stadtteilkultureinrichtungen einen eigenen Abschnitt. Aus einem offenen kulturpolitischen Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Akteuren der Stadtteilkultur sollen längerfristige Planungsszenarien erwachsen. Auch deshalb ist es notwendig, weiterhin über eine stärkere Profilierung bezirklicher Kulturpolitik zu diskutieren. Denn diese ist mehr als nur die Administration öffentlicher Finanzen: Sie ist eine politische Querschnittsaufgabe.

Aktuelle Herausforderung sind die bauliche Weiterentwicklung der Einrichtungen, z. B. die Saalanbauten der Zinnschmelze und des Bürgerhauses in Barmbek, die Entwicklung des ella Kulturhauses in Langenhorn, der geplante Umzug des Kulturhauses Eppendorf in das ehemalige Krankenhaus Bethanien und die Umsetzung des Projektes „Wiese“, einem Theaterzentrum auf dem Geländer der ehemaligen Theaterfabrik in Barmbek.

Im KulturDialog des Kulturforums Hamburg Nord, dem Zusammenschluss der Kulturzentren in Nord, soll die Situation der Stadtteilkultur im Bezirk hinterfragt werden: Haben neue Ideen und Projekte im Bezirk eine Chance auf Verwirklichung? Oder geht es in der Kulturpolitik nur noch um Bestandserhalt oder gar Reduzierung des Angebots? Was ist für die Sicherung vorhandener Infrastrukturen erforderlich, wo kann und sollte zusätzlich investiert werden? Wie müssen Förderungsinstrumente verändert werden oder welche neuen Instrumente sind notwendig, damit es auch in Zukunft eine lebendige und viel­fältige Kulturszene in den Stadtteilen gibt?
Im Kulturforum Nord sind vertreten: das Bürgerhaus in Barmbek, das ella Kulturhaus Langenhorn, das Goldbekhaus, der Kulturpunkt im BARMBEK°BASCH, das Kulturhaus Eppendorf, das Stadtteilbüro Dulsberg und die Zinnschmelze.

Donnerstag, 15. Mai 2014, 19:00 Uhr
KulturDialog Nord: Stadtteilkultur – Investitionen in die Zukunft
ella Kulturhaus Langenhorn, Käkenflur 30

Kontakt:
Kulturforum Hamburg-Nord, c/o Kulturhaus Eppendorf, Julius-Reincke-Stieg 13a, 20251 Hamburg, 040/48 15 48, info@kulturhaus-eppendorf.de, www.kulturbank-hh-nord.de