Foto: Gesa ZiemerProf. Dr. Gesa Ziemer ist Professorin für Kulturtheorie und kulturelle Praxis an der HafenCity Universität Hamburg und war zwei Jahre Mitglied in der Jury des Hamburger Stadtteilkulturpreises, was sie als große Ehre empfand. Ihr „Hamburggefühl“ kommt auf, wenn sie aus ihrem Bürofenster in der HCU auf den neuen Lohsepark, das Denkmal Hannoverscher Bahnhof, die Deichtorhallen, die Elbbrücken, das Spiegel-Gebäude und das Wasser mit den wechselnden Gezeiten schaut.

Dein Name:
Gesa Ziemer

Dein Beruf:
Professorin für Kulturtheorie und kulturelle Praxis an der HafenCity Universität Hamburg

Was ist deine Mission?
Ich bringe Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen, damit sie mit weitem Blick über ein gesellschaftliches Problem nicht nur nachdenken, sondern auch alternative Vorschläge entwickeln.

Was ist dein Lieblingsessen?
Fast alles ohne Fleisch

Und was ist dein Lesetipp?
Der Roman „Sie kam aus Mariupol“ von Natascha Wodin. Sie beschreibt das Leben ihrer Mutter, die sich – egal wo sie war – unfreiwillig am falschen Ort aufenthalten musste. Politische Ideologien und Gewalt machten es ihr nicht möglich, irgendwo auf der Welt ein sicheres und zufriedenes Leben zu leben. Das Buch ist sehr eindrucksvoll und traurig. Es beschreibt, wie Weltgeschichte ein Leben zerstören kann.

Was ist für dich wichtig für eine offene Gesellschaft?
Dafür bräuchte ich einige Seiten. Sehr kurz und unzureichend: Bildung und Gleichberechtigung.

Wo siehst du die Zukunftsthemen für STADTKULTUR?
Radikales Weiterentwickeln einer friedlichen transkulturellen Gesellschaft und die Digitalisierung mit den Bedürfnissen der Menschen verknüpfen

Möchtest du uns zum Schluss noch etwas sagen?
Wenn unsere Gesellschaft immer stärker auseinanderdriftet, dann wird STADTKULTUR in
Zukunft immer wichtiger werden und sollte entsprechend gefördert werden.