Kultur in Hamburgs Stadtteilen steht nicht im Fokus der Hamburger Politik. Umso wichtiger ist es, anlässlich der bevorstehenden Bezirksversammlungswahlen sich vor Ort über dieses Thema auseinanderzusetzen. Denn die bestehenden ­Stadtteilkultureinrichtungen und vergleichbare Institutionen wollen auch zukünftig ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen und weiterentwickeln.

Autor: Ralf Hennigsmeyer

Gesellschaftspolitische Veränderungen werden in den Sozialräumen sichtbar und stellen die Stadtteilkultur vor immer neue Herausforderungen. Gentrifizierung, die Situation der Flüchtlinge, Armutsentwicklungen, das Leben der Kulturen miteinander sind dazu nur einige Stichworte. Wie zukunfts­sicher sind die bestehenden Kulturzentren?

Neben der Altonaer „Metropolenkultur“ gibt es kulturell unterversorgte Stadtteile wie Lurup oder Osdorf. Wie kann das Stadtteilkulturzentrum Lurup angemessen abgesichert werden? Welche Chancen haben Bürgerhäuser und Kulturinitiativen auf Fördermittel?

Altona verändert sich und wird perspektivisch um einen neuen Stadtteil erweitert – die „Neue Mitte Altonas“. Welche Visionen gibt es für eine soziokulturelle Infrastruktur dieses Gebietes, dessen Bewohnerinnen und Bewohner auch kulturelle und soziale Bedarfe geltend machen werden?

Wie kann man der sozialen und kulturellen Vielfalt in den verschiedenen Altonaer Stadtteilen stärker gerecht werden, was kann für die interkulturelle Öffnung der Einrichtungen und für mehr Teilhabe der Nutzerinnen und Nutzer auf Augenhöhe getan werden? Wie zukunftssicher sind die bestehenden Stadtteilkulturzentren?
Die Diskussion über die Entwicklung und Sichtbarmachung der Kultur(en) in Altonas Stadtteilen bedarf mehr als nur dieser einen Veranstaltung. Wie kann gemeinsam ein kritischer und reflektierter kulturpolitischer Dialog etabliert werden, der nachhaltig wirkt? Diese Fragen sollen beim KulturDialog Altona den Vertretern der in der Bezirksversammlung vertretenen Parteien, einem Vertreter des Bezirksamtes sowie Akteuren der Kultur in Altona gestellt werden.

Der Altonaer KulturDialog wird veranstaltet von der GWA St. Pauli, dem HausDrei, der MOTTE, dem Stadtteilhaus Lurup und der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik.

Dienstag, 1. April 2014, 19:00 Uhr
KulturDialog Altona: Mehr Geld für Kultur!
W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V., Nernstweg 32 – 34

Kontakt:
GWA St. Pauli e.V., Hein-Köllisch-Platz 11 + 12, 20359 Hamburg, 040/319 36 23, info@gwa-stpauli.de, www.gwa-stpauli.de

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