Nr. 16: Zwischen den Kulturen

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Hamburg: weltoffen?!

Viele interkulturelle Projekte und Initiativen arbeiten daran, dass die Vision der weltoffenen Stadt Hamburg lebendige Wirklichkeit wird. Das stadtkultur magazin stellt in dieser Ausgabe einige davon vor.

Im einleitenden Artikel plädiert Naciye Demirbilek aus der W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik – dafür, kulturelle Vielfalt als eine Herausforderung zu sehen, der sich jede/r stellen muss, anstatt sie als ein beherrschendes Problem zu betrachten und zu behandeln. Im Anschluss erläutert Kathrin Sinner von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zur Einstimmung in den aktuellen Diskurs den Begriff der Transkulturalität, der Mitte der 1990er Jahre durch den Philo­sophen Wolfgang Welsch als Gegenentwurf zu den Konzepten der Multi- und Interkulturalität eingeführt wurde.

Das Festival eigenarten präsentiert seit 12 Jahren auf verschiedenen Bühnen spartenübergreifend Hamburger Künstle­r­innen und Künstler aus aller Welt mit ihren aktuellen inter­kul­turellen Produktionen. Das ella Kulturhaus und der Künstler Saeeid Dastmalchian veranstalteten mit den Bewoh­nern des Wohnquartiers Essener Straße in Langenhorn das Pro­jekt „Buf­fet der Kulturen“, das den Marktplatz Käkenhof an einer langen Tafel zu einem Ort kultureller Begegnung verwandelt. Im Interview stellen Bettina Kiehn und Judy Engel­hard die interkulturelle Arbeit des Bürgerhauses Wilhelmsburg und ihre Suche nach neuen Ideen von Identität in Hamburg vor. Das Interkulturelle Forum ist ein offenes Netzwerk von in Ham­burg tätigen interkulturell arbeitenden Gruppen, Ver­ei­nen, Privat­personen, Kulturhäusern, Festivals und dem Referat „Interkulturelle Projekte“ der Hamburger Kulturbe­hörde. Das Forum dient dem Austausch und der Verbesserung der Lobby­arbeit interkultureller Projekte.

Das Netzwerk „Musik von den Elbinseln“ bringt seit 2008 Musikschaffende, Musik­lehrerinnen und -lehrer bis hin zu den Veranstaltungs­orten und musikwirtschaftlichen Unternehmen der Elbinseln zusammen und macht mit verschiedenen Veranstaltungs­for­maten Musik von den Elbinseln hör- und sichtbar. Der Bramfelder Kul­turladen hat mit „Minexelda“ ein interkulturel­les Workshop­format für Kinder und Jugendliche entwickelt. Das Inter­nationale Frauenfestival präsentiert alljährlich zum Weltfrauen­tag Künstlerinnen aus Hamburg und der übri­gen Welt, die hier eine zweite Heimat gefunden haben. Die Bücherhallen Hamburg bieten mit dem „Dialog in Deutsch“ kostenlose Gesprächsgruppen für Menschen mit Migrations­hintergrund an, die ihr Deutsch trainieren und vertiefen wollen. In einer Übersetzerwerkstatt werden schwedische Kin­der anhand Übersetzungen schwedischer Kinderbuchtexte für die Schwie­rigkeiten bei der Übertragung von Inhalten aus einer Sprache in eine andere sensibilisiert.

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