Der Wunsch, das Kulturzentrum in Eidelstedt baulich und funktional zu verbessern, ist alt. Bereits 2006 ließ das Eidelstedter Bürgerhaus Entwürfe von einem Architekten für ein neues Haus erstellen, in dem die dringlichsten Defizite beseitigt sein sollten. Dabei sollte ein großer Teil der Bausubstanz des historischen Schulgebäudes erhalten bleiben und um einen Neubau ergänzt werden, der es ermöglicht, den großen Veranstaltungssaal – das Herzstück des Hauses – vom Obergeschoss ins Erdgeschoss zu verlegen.
Autor: Holger Börgartz
Der funktionale Charme eines ehemaligen Schulgebäudes, Foto: Eidelstedter Bürgerhaus

Der funktionale Charme eines ehemaligen Schulgebäudes, Foto: Eidelstedter Bürgerhaus

Außerdem will das Stadtteilkulturzentrum die Erschließung des Gebäudes verbessern, einen gastronomischen Betrieb und einen weiteren Kooperationspartner integrieren und die Nutzbarkeit der Räumlichkeiten für den Kulturbetrieb deutlich verbessern. Denn das Haus strahlt immer noch den funktionalen Charme einer ehemaligen Schule aus.

Bei diesem ersten Entwurf 2006 wurden die Bemühungen des Stadtteilkulturzentrums intensiv vom Dachverband STADTKULTUR HAMBURG unterstützt, nicht aber von ­wichtigen Akteuren vor Ort, was unter anderem daran zu spüren war, dass die Existenz des Hauses in verlässlicher Regel­mäßigkeit von verschiedenen Seiten in Frage gestellt wurde: Mal sollte es zu Gunsten einer Hundeauslauffläche weichen, mal durch ein Shopping-Center ersetzt werden. Später sollte es einfach nur eingeebnet werden, da es den „freien Blick“ auf den Marktplatz verstellen würde.

Für das Team waren diese zum Teil durchaus nett gemeinten Szenarien lediglich eine Motivation ihre Wünsche und Visionen für ein verbessertes Kulturzentrum im Herzen von Eidelstedt noch stärker in den Stadtteil zu tragen. Und das hat das Haus zehn Jahre lang so beharrlich getan, dass es mittlerweile von einer breiten Unterstützung für seine Ideen sprechen kann.

Seit vergangenem Jahr ist der Umbau des Hauses ein nationales Projekt des Städtebaus und wird dementsprechend mit Bundesmitteln gefördert. Auch die Stadt Hamburg und der Bezirk Eimsbüttel beteiligen sich finanziell an dem Projekt, so dass mit einer Bausumme von 3,5 Mio. Euro gerechnet werden kann.

Dass von all dem aber noch nichts zu sehen ist, liegt daran, dass sich das Haus in einer intensiven Bau-Planungsphase befindet und gerade dabei ist, so manche Hürde aus dem Weg zu räumen. Das Team ist aber sehr zuversichtlich, im Jahr 2020 ein rundherum saniertes und funktional optimiertes Kulturzentrum Eidelstedter Bürgerhaus der interessierten Öffentlichkeit präsentieren zu können – auch wenn es dann vielleicht nicht mehr so heißen wird.

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Eidelstedter Bürgerhaus
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