Eine große und zukunftsweisende gesellschaftliche Aufgabe wie die Aufnahme und Integration der zu uns geflüchteten Menschen muss auf vielen Ebenen bewältigt werden. Die Stadtteilkultur leistet ihren gewichtigen Beitrag in den Zentren, Häusern, Einrichtungen, Initiativen und Projekten. Der Dachverband STADTKULTUR HAMBURG unterstützt sie dabei und übernimmt erfolgreich Verantwortung mit eigenen Aktivitäten.

Autorin: Corinne Eichner

Eines der wirksamsten Instrumente zur Unterstützung der Akteure und die Vernetzung und Sichtbarmachung der soziokulturellen Arbeit mit Geflüchteten ist das Internetfachportal willkommenskultur-hamburg.de, das STADTKULTUR HAMBURG mit Förderung der Kulturbehörde und in Zusammenarbeit mit der LAG Kinder- und Jugendkultur realisiert hat. Hier stellen sich kulturspartenübergreifend Projekte, Programme und Initiativen der Kulturarbeit mit Geflüchteten dar. Außerdem finden sich umfangreiche Serviceangebote für Akteure und Interessierte, wie Förderquellen, Termine für Vernetzung und Qualifizierung und Publikationen zum Thema. Die Resonanz auf das Internetportal ist auch bundesweit sehr hoch und zeigt das große Interesse der Akteure. Das Portal wird aktuell in Kooperation mit dem Landesmusikrat Hamburg um Angebote im Bereich Musik erweitert.

Die hohe Relevanz stadtteilkultureller Arbeit gerade in der Arbeit mit Zuwanderern wird auch in der Stiftungslandschaft der Hansestadt wahrgenommen und geschätzt. Anfang 2016 wurde der Stiftungsfonds „FREIRÄUME! Fonds für kulturelle Projekte mit Geflüchteten“ gestartet, bei dem der Dachverband von Anfang an beratend und begleitend an der Entwicklung beteiligt war. Neben der finanziellen Förderung der Kulturarbeit mit Geflüchteten ist das wichtigste Ziel des Fonds die politische Stärkung der Strukturen der Stadtteilkultur.

Auch auf der Ebene des Engagements liegen große Chancen für Integration. Mit der Unterstützung der DG HYP, der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. und der Nordmetall Stiftung startete der Dachverband im April diesen Jahres das Modellprogramm Bundesfreiwilligendienst Welcome Hamburg. Inzwischen sind 12 Geflüchtete im BFD Welcome als Bundesfreiwillige in der Hamburger Kultur und Bildung engagiert, bereichern die Einrichtungen mit ihrer eigenen Perspektive und Kultur, unterstützen sie in ihrer Arbeit und gewinnen dabei erste Einblicke in den deutschen Arbeitsalltag. Die Tagesschau, das ARD Nachtmagazin, die taz, die WELT und andere Medien berichteten bereits über den großen Erfolg des Hamburger BFD Welcome.

Ein großes Bedürfnis der Akteure in der Kulturarbeit mit Geflüchteten ist der Austausch untereinander und die Qualifizierung für die mit besonderen Herausforderungen verknüpfte Arbeit. Dazu bietet der Dachverband verschiedene Formate an – Fortbildungen und Fachkonferenzen – bzw. engagiert sich in hamburgweiten Zusammenschlüssen. Im Forum Flüchtlingshilfe der Stadt Hamburg, das von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration organisiert wird, ist die Geschäftsführerin des Verbandes, Corinne Eichner, z.B. eines von drei sogenannten „Gesichtern“ des Dialogforums Kultur und treibt den Dialog von Haupt- und Ehrenamtlichen voran, die sich mit kulturellen Mitteln für die Integration Geflüchteter einsetzen.

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