Benefiz und Beauty in Winterhude

Auch im Goldbekhaus in Winterhude stand gleich zu Beginn des Ukraine-Krieges die Frage im Raum, wie Geflüchteten sinnvoll geholfen werden kann. Bisher wurden zwei Benefiz-Konzerte umgesetzt, praktische Ankommenshilfe geleistet, verschiedene Spendenaktionen initiiert – und ein Beauty Day organisiert.

Autorin: Katharina Lauer

Budni Sammelaktion, Foto: Goldbekhaus

Eine Gruppe mehrheitlich ukrainischer Musiker*innen aus Hamburg hatte am 5. März zum Benefizkonzert zugunsten der Ukraine ins Goldbekhaus eingeladen. Ein bewegender Abend mit 105 Gästen und über 2000 Euro Spenden, die dem gemeinnützigen Verein der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit e.V. zugute kamen. Ein zweites Benefizkonzert für die Ukraine fand am 19. Mai statt. Seit Beginn des Ukrainekrieges sammelten sich aktuell geflüchtete professionelle Musiker*innen um die Hamburger Pianistin Maryna Vasylyeva. Diese hat kurzerhand die Konzertbrigade ins Leben gerufen, in der Musiker*innen aus Kiew, Charkew und Butscha ein gemeinsames Repertoire aus verschiedenen Musiken entwickeln.

Neuerdings probt außerdem eine Theatergruppe ukrainischer Geflüchteter im Goldbekhaus. Die Gruppe adaptiert das deutschsprachige Musiktheaterstück für Kinder „Eule findet den Beat“ und übersetzt es ins Ukrainische. Zur Aufführung soll es ab Ende Juni kommen.

Die Patenschaftsgruppe von WIR IM QUARTIER – einem Kooperationsprojekt vom Goldbekhaus, der Kirchengemeinde Winterhude Uhlenhorst und Q8 – Quartiere bewegen – veranstaltet seit Anfang März Plenumstreffen zum Thema Ankommenshilfe für Schutzsuchende aus der Ukraine. Insgesamt sind mittlerweile 50 Ehrenamtliche aktiv.

Der Beauty Day, Foto: Goldbekhaus

Die Gruppe sammelt Spenden über die Spendenplattform betterplace und hat bereits mehrere Aktionen sehr erfolgreich in die Wege geleitet: Eine Budni Sammelaktion, einen Spendenlauf beim 24h-Marsch, Osterkorbspenden für das ukrainische Osterfest sowie einen Beauty Day am 25. April, der von einer Friseurmeisterin aus der Patenschaftsinitiative initiiert wurde. Diese trommelte ein großartiges Team aus Friseur*innen zusammen und konnte damit sage und schreibe 90 Schutzsuchende in den Genuss einer wohltuenden Kopfmassage und eines kostenlosen Haarschnitts bringen.

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Goldbekhaus
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