Es genügt ein Blick in die U-Bahn, um zu wissen, was los ist. Sitzt da noch jemand mit gedruckter Zeitung? Höchst selten. Dafür hat jeder zweite ein Smartphone in der Hand. Und das bedeutet: Die Digitalisierung wird den Medienbereich nicht verändern, sie hat ihn schon verändert. Nachrichten gibt es im Netz. Alles andere war gestern.

Autor: Klaus Irler
Klaus Irler von STADTKULTUR HAMBURG über Fake News, Foto: Miguel Ferraz

Klaus Irler von STADTKULTUR HAMBURG über Fake News, Foto: Miguel Ferraz

Der digitale Wandel im Medienbereich führt zu einer stark wachsenden Zahl von Medienangeboten, die allgegenwärtig und mit hohem Innovationstempo Einzelpersonen, Gemeinschaften und Organisationen verbinden. Damit kommt der Nachrichtenkompetenz der Nutzer*innen eine besondere Bedeutung zu. Wer veröffentlicht was auf welcher Plattform und mit welchem Interesse? Ist die Nachricht überhaupt eine oder ist sie ein Fake, ein Witz oder ein schlecht formulierter Kommentar?

Vor allem aufgrund der sozialen Netzwerke gedeihen Fake News im Internet auf medienhistorisch herausragende Weise. Fake News sind gezielte Falschmeldungen, die sich auf den ersten Blick nicht von faktisch korrekten Nachrichten unterscheiden. „Flüchtlinge erhalten 700 Euro Weihnachtsgeld“ ist ein Beispiel, „Merkel hofft auf 12 Millionen Einwanderer“ ein anderes. Fake News werden aus politischen oder ökonomischen Gründen ­lanciert um die öffentliche Meinung zu beeinflussen und/oder Klicks für die eigene Webseite zu generieren.

Was tun, um Fake News zu erkennen? Der erste Schritt ist, den Urheber der Nachricht zu überprüfen: Woher kommt das Bild oder die Meldung ursprünglich? Welche Quellen sind angegeben? Die Seiten nachrichten.de.com und 24aktuelles.de beispielsweise sind explizit dazu gemacht, Fake News zu verbreiten.

Nachrichten mit Wahrheitsgehalt finden sich in aller Regel nicht nur auf einer Nachrichtenseite, sondern auf mehreren. Durch eine einfache Suche bei Google – idealer Weise bei Google News – lässt sich herausfinden, ob und wie andere Medien über den Sachverhalt berichtet haben oder ob die Geschichte bereits als Fake enttarnt wurde – letzteres übernimmt dann beispielsweise der NDR auf seiner Seite faktenfinder.tagesschau.de oder das Recherchezentrum Correctiv auf correctiv.org.

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