Digitalisierung und Stadt

Das CityScienceLab (CSL) der HafenCity Universität beschäftigt sich seit 2015 im Rahmen der Senatsstrategie „Digitale Stadt“ mit der Wechselwirkung von Stadt und Digitalisierung. Der Auftrag des Labs ist, die Metropolregion Hamburg bei der Bildung digitaler Wissens- und Innovationsökosysteme wie auch bei digitaler Bürger*innenbeteiligung zu unterstützen.

Autor: Holger Prang
Holger Prang erläutet die Datenvisualisierungen zu „FindingPlaces“, Foto: Miguel Ferraz
Holger Prang erläutet die Datenvisualisierungen zu „FindingPlaces“, Foto: Miguel Ferraz

Entwickelt werden im CSL unter anderem die CityScopes, das sind interaktive digitale Stadtmodelle. Mit ihnen ­können urbane Zusammenhänge analysiert und Entwicklungsszenarien simuliert werden. Die anschauliche und interaktive Darstellung dieser Szenarien ermöglicht Wissensvermittlung und den Austausch auch mit Nicht-Fachleuten.

2016 hat das CityScienceLab im Auftrag der Stadt Hamburg das Projekt FindingPlaces durchgeführt, in dem Bürger*innen mit Hilfe von CityScopes mögliche Flächen für Flüchtlings­unterkünfte identifiziert haben. Informationen über alle städti­schen Grundstücke wurden eingespeist – bis hin zu möglichen Nutzungseinschränkungen. Somit bildeten die CityScopes eine fundierte Basis für die Diskussion über die Eignung von Flächen für den Bau weiterer Unterbringungen.

Unter der Leitung der Stadtwerkstatt der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen und in weiterer Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung arbeitet das CSL an dem Projekt DIPAS = Digitales Partizipations­system. Über DIPAS können sich Bürger*innen zeit- und ortsunabhängig an Planungen beteiligen: Sie können ihre Ideen, Wünsche, Kritik und Fragen einbringen und sich mit anderen austauschen.

Das Kernziel des Projektes ist, die erfolgreichen methodi­schen Ansätze des Projekts FindingPlaces mit den technischen Werkzeugen eines Beteiligungstools zu vereinen und so ein ­integriertes, medienbruchfreies digitales System zur Bürger­beteiligung zu entwickeln.

Durch die Zusammenführung des Online-Systems mit ­digitalen Multi-Touch-Tischen soll das Potenzial von Geodaten, digitalen Modellen und Simulationen künftig auch vor Ort zum Beispiel in Bürgerveranstaltungen nutzbar gemacht werden. Die Aufbereitung komplexer Materie in einer nutzerfreundli­chen Darstellung soll einen Austausch auf Augenhöhe zwischen Laien und Fachleuten befördern und so eine qualitative Ver­besserung von Planungsdiskussionen ermöglichen.

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