„Mir ist es wichtig, etwas Sinnvolles zu tun – gerade für Menschen, die durch ihr Alter unsichtbar werden. Für die Gemeinschaft etwas zu tun heißt auch, etwas für die Zukunft zu tun.“ So wie diese Freiwillige, die sich bei den Medienboten engagiert, sehen viele Engagierte ihren Einsatz im Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung, den STADTKULTUR HAMBURG seit Mitte 2012 in Hamburg organisiert.

AUTORIN: SARAH RÜGER
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Ein Freiwilliger bei einer Befragung im Stadtteil, Foto: Khatuna Hartmann

Die Hamburger Stadtteilkultur hat ihre Ursprünge im bürgerschaftlichen Engagement und ist auch heute ohne die Unterstützung zahlloser Ehrenamtlicher und Freiwilliger nicht vorstellbar. Neben den klassischen Formen des Ehrenamtes, das weitgehend frei von festen Vorgaben ist, sind beim bürgerschaftlichen Engagement innerhalb eines Freiwilligendienstes – wie dem Bundesfreiwilligendienst (BFD) – die Rechte und Pflichten für Freiwillige und Einrichtungen genauer festgelegt und damit für beide Seiten besser planbar.

In Hamburg unterstützen so zurzeit gut 40 Bundesfreiwillige über 30 Einrichtungen im Bereich Kultur und Bildung. Die Aufgaben, denen sie nachgehen, sind so vielfältig wie die Interessen der Freiwilligen und die Ausrichtung der Häuser: „Ich unterstütze das Goldbekhaus in den verschiedenen Arbeitsbereichen – wie z.B. Interkultur, Bewegungs- und Kinderkultur – bei der Planung und Durchführung von Projekten und Veranstaltungen“, fasst ein Freiwilliger sein Engagement zusammen.

Während des BFDs erhalten die Freiwilligen den Raum und die Zeit, sich mit ihren individuellen Erfahrungen und Kompetenzen in die Einrichtungen einzubringen und sich so neue Perspektiven und Handlungsräume zu erschließen. „Der BFD ist besonders für diejenigen gut geeignet, die sich unschlüssig sind, wie ihre berufliche Zukunft aussehen soll,“ resümiert eine Freiwillige des Kultur Palast Hamburg.

Der BFD Kultur und Bildung ist eine gute Möglichkeit, Menschen in die Kulturarbeit im Stadtteil zu integrieren, die sich bisher noch nicht freiwillig engagiert haben, da der BFD eine andere Zielgruppe anspricht als das klassische Ehrenamt: Er ist mit mindestens sechs und maximal 18 Monaten zeitlich begrenzt, hat mit 20 bis zumeist 30 Stunden pro Woche ein klar definiertes Zeitfenster und ist nah dran an der Arbeitspraxis im Bereich Kultur und Bildung. So können noch mehr Menschen an das Engagement im Stadtteil herangeführt werden.

KONTAKT
Bundesfreiwilligendienst „Kultur und Bildung“
STADTKULTUR HAMBURG e.V. · Stresemannstraße 29 · 22769 Hamburg
040/879 76 46 14 · bfd@stadtkultur-hh.de · www.bfd-kultur-bildung-hh.de

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