Dezember 2022

Editorial zu „SUPERKRAFT ERSCHÖPFT?“

Liebe Kulturinteressierte, Als sich Mitte November bei ausgesprochen ungemütlichem Wetter der Saal im Bürgerhaus Wilhelmsburg mit den gut 100 Teilnehmenden des 23. Ratschlag Stadtteilkultur füllte, fühlte sich das einmal mehr an wie ein großes Familientreffen – ohne die nervige Tante mit den extremen Sprüchen. Die Freude war auf allen Seiten groß, Menschen wiederzutreffen oder neu …

Editorial zu „SUPERKRAFT ERSCHÖPFT?“ Weiterlesen »

Krisen – zwischen neueröffneten Zukünften und dem nostalgischen Wunsch nach Rückkehr

Die radikale Verunsicherung der Zukunft in Krisen ist problematisch, weil fehlende Zukunftsvorstellungen reale Konsequenzen in der Gegenwart haben. Wovon aber hängt es ab, ob Krisen zu Fortschritt und Erneuerung führen oder zu Nostalgie und einer Flucht in die Vergangenheit? Und wovon hängt es ab, welche Zukunftsnarrative sich durchsetzen? Ein Blick auf Krisen aus sozialwissenschaftlicher Perspektive.

Die Kompetenz von Kultur in der Krise: Das glokale Ich

In Krisensituationen scheinen Bündnisse zwischen Menschen mit ihren verschiedenen Kontexten, Geschichten, Hintergründen und Erfahrungen notwendig. Kulturelle Räume – insbesondere die Stadtteilkultur – bergen ein besonderes Potenzial, sich der komplexen Aufgabe von Begegnung und Verhandlung annehmen zu können. Die lokale Kultur kann dabei Perspektiven aus dem globalen Raum mit Erfahrungen der Region in Beziehung setzen.

Nicht die Krise kriegen – Die Zukunft ist weiterhin ungeschrieben

In einer globalisierten Welt stoßen wir alle miteinander auf Dinge, auf die wir uns nicht vorbereiten konnten und mit denen wir nicht verhandeln können – Pandemien etwa. Einige Dinge sind nicht wegzudiskutieren. Diese von außen auf uns einströmenden Erfahrungen der eigenen Verletzlichkeit – und der unseres gesellschaftlichen Miteinanders – haben in den letzten Jahren noch …

Nicht die Krise kriegen – Die Zukunft ist weiterhin ungeschrieben Weiterlesen »

Führung in Krisen

Haben wir bisher in der „VUCA-Welt“ gelebt, die durch Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Widersprüchlichkeit geprägt war, sind wir nun in der „BANI-Zeit“ angekommen: brüchig, angsterfüllt, non-linear und unbegreiflich. Alte Konzepte von Organisation und Führung funktionieren in dieser von Krisen und Veränderung geprägten Welt nicht mehr.

Ist das noch Kultur oder schon Burnout?

Als Regionalberaterin des Landesverbands Soziokultur Niedersachsen begegnen Christiane Mielke zunehmend Kulturschaffende, die sich trotz Freude am Job am Rande eines Burnouts oder schon darin befinden. Deshalb möchte Mielke einen Raum für das Thema schaffen. Ein Erfahrungsbericht.

Wie gelingt nachhaltiges Organisationshandeln?

Für alles muss es Beauftragte geben – jetzt auch noch jemanden für die Nachhaltigkeit? Wie soll das im Alltag einer Einrichtung mit ohnehin knappen Ressourcen funktionieren? Den Arbeitsalltag gemeinsam Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten, ist allerdings gar nicht so kompliziert, wie es manchmal scheint.

Krisenfestigkeit durch faire Bezahlung

Faire Tarife für alle – das fordert das Bündnis KulturWert. Diese Forderung adressiert es an Politik, Verwaltung und Mitarbeitende mit dem Ziel: Tarifbindung und ein entsprechend hoher Haushaltstitel ab 2025/26 für die gesamte Stadtteilkultur. Gerade in Krisenzeiten ist faire Bezahlung für die Kulturbranche besonders bedeutsam.

Die eigene Resilienz stärken in Krisenzeiten

Wie schaffen wir es, uns trotz Erschütterung (immer) wieder aufzurichten und Krisen zu überwinden? Für Beraterin und Coachin Katrin Mercker geht es vor allem darum, sich auf den Weg zu machen und zu entdecken – etwa Fähigkeiten, die wir oft schon in uns tragen.