Freifunk Hamburg ist eine nichtkommerzielle Initiative für freie Funknetze. Sie richtet offene und kostenlose WLAN-Netze ein und möchte durch die Vernetzung ganzer Stadtteile der digitalen Spaltung entgegenwirken und lokale Sozialstrukturen fördern.

Autor: Matthias Marx
Das Mesh-Netz man auch auf map.hamburg.freifunk.net erkunden kann, Screenshot: map.hamburg.freifunk.net

Das Mesh-Netz man auch auf map.hamburg.freifunk.net erkunden kann, Screenshot: map.hamburg.freifunk.net

Freifunk-Initiativen gibt es inzwischen an mehr als 443 Orten mit insgesamt 49.592 Zugangspunkten. Dabei erfahren die Initiativen zunehmend Unterstützung durch Bund und Länder. Realisiert wird das Freifunk-Netz über sogenannte Freifunk-Knoten. Das sind handelsübliche WLAN-Router, die mit einer eigenen Firmware ausgestattet werden. Das Besondere ist, dass sich mehrere Freifunk-Knoten automatisch miteinander ver­binden, sobald diese in Funkreichweite zueinander aufgestellt werden.

Die Freifunk-Knoten bilden ein sogenanntes Mesh-Netz. Innerhalb dieser Mesh-Netze können Nutzer*innen miteinander kommunizieren. Jedoch bräuchte es in einer Stadt wie Hamburg sehr viele Freifunk-Knoten, um ein flächendeckendes WLAN-Mesh-Netz aufzubauen. Daher werden die vielen lokalen Mesh-Netze über Tunnel durch das Internet oder über ­eigene Richtfunkstrecken zu einem großen Netz zusammen­geschlossen. Unter www.freifunk-karte.de ist eine Karte mit den fast tausend Knoten von Freifunk Hamburg zu finden.

Freifunk ermöglicht auf diese Art einen Zugang ins Internet. Dabei wird der Datenverkehr vom eigenen Freifunk-Knoten nicht direkt ins Internet, sondern auch durch die Tunnel über Server, die Freifunk Hamburg betreibt, – die sogenannten Gateways – geleitet. Wie kommerzielle Anbieter kann auch Freifunk Hamburg nach §8 des Telemediengesetzes nicht wegen rechtswidriger Handlungen von Nutzer*innen auf Schadensersatz oder Unterlassung in Anspruch genommen werden.

Matthias Marx von Freifunk Hamburg erläutert das Mesh-Netz, Foto: Miguel Ferraz

Matthias Marx von Freifunk Hamburg erläutert das Mesh-Netz, Foto: Miguel Ferraz

Möchte man bei Freifunk mitmachen, benötigt man freifunkende Nachbarn oder einen eigenen Internetzugang, der geteilt werden kann. Danach muss der Gerätebedarf geschätzt werden. Soll ein kleiner Gruppenraum oder ein großes Containerdorf mit 3.000 Bewohner*innen mit Freifunk versorgt werden? Dann müssen die Geräte nur noch aufgestellt werden. Dabei unterstützen die Freiwilligen von Freifunk Hamburg gerne.

Freifunk lebt vom Mitmachen und möchte in Bezug auf Service oder Verfügbarkeit nicht in Konkurrenz zu kommerziellen ­Hotspot-Anbietern treten.

KONTAKT
Freifunk Hamburg
c/o Hansestadt Hamburg e.V. · Zeiseweg 9 · 22765 Hamburg
kontakt@hamburg.freifunk.net · www.hamburg.freifunk.net

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