Es ist soweit! Endlich hat die Popularmusik in Deutschland eine bundesweite Interessenvertretung: Der in Hamburg frisch gegründete „Bundesverband Popularmusik“ ist ab sofort die Interessenvertretung der lokalen, regionalen und überregionalen Popförderer. Für das Projekt „POP to GO – unterwegs im Leben“ erhielt der neue Dachverband sechs Millionen Euro vom FÖRDERPROGRAMM „KULTUR MACHT STARK!“

Autorin: Andrea Rothaug

Erklärtes Ziel des neuen Bundesverbandes ist die Förderung der Popularmusik und Popkultur in Deutschland als Quer-schnittsaufgabe voranzubringen. Dabei richten sich seine Aktivitäten sowohl auf kulturelle Bildung, Kunst und Kultur als auch auf entsprechende Bereiche in Wissenschaft und Wirtschaft. Somit haben die Popförderinstitutionen erstmals eine eigene Interessenvertretung und damit ein Instrument, um Förder-strukturen bundesweit aufzubauen und zu stärken. Geplant sind neben der Umsetzung des Projektes „POP to GO – unterwegs im Leben“ auch überregionale Projekte, Veranstaltungen und Aktionen. Die Initiativen der Länder werden dabei zwecks Erfahrungsaustausch und Kompetenzerweiterung kontinuierlich zusammenarbeiten. Aufbauend auf den langjährigen Erfahrungen der Gründungsmitglieder des Verbandes und den seit 2006 im Netzwerk „Forum Popularmusikförderung“ erarbeiteten Themen, wird der junge Verband zukünftig auch mit anderen Fördereinrichtungen koalieren. Je mehr regionale und landesweite Vereine, Institutionen, Behörden und Einzelperso-nen sich nun im Bundesverband zusammenschließen, desto effektiver wird diese schlagkräftige Gemeinschaft, die die Interessen der Popularmusik(er/innen) in Deutschland bündeln und vertreten will.

Einen ersten Erfolg konnte der Dachverband pünktlich zum Auftakt des Reeperbahnfestivals vermelden, als es grünes Licht gab für den Projektantrag „POP to GO – unterwegs im Leben“. Die in Aussicht gestellte Bewilligung von sechs Millionen Euro über die nächsten fünf Jahre stellt für die Popularmusik im Bereich kulturelle Bildung eine besondere Anerkennung dar. Unter dem Motto „Kultur macht stark!“ lobte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Förderprogramm für die kulturelle Bildung aus (siehe auch Seite 4). Ziel ist es, in lokalen Bündnissen für Bildung, Maßnahmen popkultureller Bildung vor Ort zu fördern, welche Kinder und Jugendliche in Risikolagen erreichen sollen. Der Förderzeitraum von fünf Jahren ermöglicht nun die notwendige Kontinuität, um den popmusikalischen Nachwuchs bundesweit nachhaltig zu fördern.

Kontakt:
Bundesverband Popularmusik e. V./i.G., Humboldtstraße 7, 18055 Rostock, 0381/459 02 79