Freiwillig engagiert

In der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ im „Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit“ widmet sich das stadtkultur magazin dem freiwilligen Engagement im Kulturbereich und stellt Freiwilligenformate und -projekte in Hamburg vor.

Unter dem Motto „Freiwillig. Etwas bewegen!“ findet dieses Jahr das „Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit“ statt und innerhalb der Aktionstage „Nachbarschaft verbindet“ vom 16. September bis 1. Oktober wird auch die „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ im gesamten Bundesgebiet veranstaltet. Der richtige Zeitpunkt sich dem Thema freiwilliges Engagement im Kulturbereich zu widmen. Nach der aktuellen Freiwilligensurvey engagieren sich 5,2 Prozent der Deutschen über 14 Jahre freiwillig im Bereich Kultur und Musik. Dazu stehen ihnen unter anderem verschiedene Frei­willigendienst-Formate zur Verfügung: Die Bundesvereini­gung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) bietet seit 2001 das „Freiwillige Soziale Jahr Kultur“ (FSJ Kultur) für Jugendliche und junge Erwachsene bis 27 Jahre an. Nun kommt der neue generationsübergreifende „Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung“ dazu. In Hamburg wird das FSJ Kultur von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbil­dung Nieder­sachsen (LKJ) koordiniert. Der aktuelle FSJler-Jahrgang hat Mitte Juli sein Gemeinschaftsprojekt im Hof des Museums für Völkerkunde vorgestellt. STADT­KULTUR HAMBURG e.V. wird den „Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung“ der BKJ in Hamburg anbieten.

Freiwilliges Engagement ist ein fester Bestandteil in der Stadt­teilkultur. Mit ihren Ehrenamtsprojekten kommen die Bücherhallen Hamburg beispielsweise ihrem originären Stiftungs­auftrag nach, ein „kultureller Ort und Mitträger der soziokul­turellen Stadtteil­arbeit“ zu sein. Die Seniorengruppe „Miteinander-Füreinander“ aus der Honigfabrik geht als „Leseomas und -opas“ regelmäßig zum Vorlesen in Kitas und Schulen. Beim Hamburger Kulturschlüssel, einem Projekt von Leben mit Behinderung Hamburg, ermöglichen „Kulturbegleiter“ „Kulturgenießern“ den Besuch von kulturellen Veranstaltungen. Das Hamburger Schulmuseum könnte ohne „seine“ Freiwilligen nicht immer wieder neue interessante Angebote machen und das Hamburger Puppen­theater ist – als zu großen Teilen freiwillig betriebenes Theater – sehr erfolgreich. Leider wird der Verein aktuell von der Schließung seiner Spielstätte bedroht.

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