Foto: Jörn KippingDr. Carsten Brosda ist Senator für Kultur und Medien in Hamburg. Er liebt Currywurst, die seiner Meinung nach aber im Ruhrgebiet immer noch am Besten schmeckt. Seine Mission ist es, Kreativität und Kunst in unserer Stadt immer wieder aufs Neue den Raum und Rahmen zu organisieren, den sie zur Entfaltung brauchen.

Dein Name:
Carsten Brosda

Dein Beruf:
Senator für Kultur und Medien in Hamburg

Wie heißt deine Lieblingsband?
Wenn es eine Band sein soll, dann wohl „Fink“ um den leider viel zu früh verstorbenen Nils Koppruch. Der konnte Texte schnitzen: „Irgendwo da draußen reißt irgendetwas ab, das nie mehr anzubinden ist und es gibt keinen Ersatz“.

Und dein Lesetipp?
So viele! Aktuell der Roman „Tyll“ von Daniel Kehlmann, der zeigt, dass nicht alles aktuell Erschreckende neu sein muss. Und immer wieder die Romane von Don DeLillo, wenn man ein bisschen mehr über moderne Gesellschaften lernen will.

Was ist wichtig für eine offene Gesellschaft?
Wenn die Welt unübersichtlicher wird, brauchen wir insbesondere kulturelle Orte, die Begegnung ermöglichen und Angebote, die Sinn stiften können. Nach Adorno bringt Kunst in ihrer Widerständigkeit Chaos in die Ordnung und schafft Ansätze, sich darüber zu verständigen, wie wir leben wollen. Schließlich müssen wir die freiheitliche und offene Gesellschaft jeden Tag aufs Neue durch unser Zusammenleben erringen. Das ist manchmal auch anstrengend, aber immer lohnend.

Wo siehst du die Zukunftsthemen für STADTKULTUR?
Die Autonomie der Künste, ihren Eigensinn auch in soziokultureller Projektarbeit wach zu halten

Möchtest du uns zum Schluss noch etwas sagen?
Tapfer bleiben! Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit!

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