Der Hamburger Comedy Pokal ist seit zwölf Jahren eine Plattform für „nachwachsende“ Künstlerinnen und Künstler in den Bereichen Comedy, Kabarett und Musik-Kabarett.

Autor: Peter Rautenberg

Nachwuchscomedian Masud aus Berlin, Foto: Jürnjakob Evers, www.kayjaydesign.de

Nachwuchscomedian Masud aus Berlin, Foto: Jürnjakob Evers, www.kayjaydesign.de

Das Aufspüren von Nachwuchstalenten braucht ein gutes Netzwerk, viele Kontakte und den Mut zum Risiko – wird es doch immer schwieriger, Künstler zu engagieren, die keiner kennt. Das Publikum ist wählerischer geworden, schielt nach TV-Präsenz, denn erst dann scheint es sich zu lohnen, das bis dato Unbekannte auf der Bühne zu erleben. Das Fernsehen allerdings fördert die „Kurzstrecke“. Beiträge dürfen nicht länger als drei, vier, fünf Minuten sein. Diese Vorgehensweise fördert auch beim Publikum eine Erwartungshaltung auf den „schnellen“ Witz. Dauert eine Geschichte und deren Pointe länger als fünf Minuten, ist Unruhe zu spüren. Legendär war das Auftreten von Cindy aus Marzahn beim Hamburger Comedy Pokal 2006. Sie flog in der ersten Runde raus, weil ihr Programm noch nicht über 45 Minuten funktionierte, hingegen lagen ihr die kürzeren Strecken und so gelangte sie über die „2. Chance Show“ in das Finale und landete dort auf dem Treppchen.

Der Hamburger Comedy Pokal, wie auch alle anderen Kleinkunstbühnen, wollen eine nachhaltige Nachwuchsförderung betreiben. Dazu gehört, das gesamte Programm eines Künstlers zu zeigen, auch wenn es noch Längen und Schwächen enthält. Wie sonst soll der Künstler merken, was ankommt und was nicht? Auch Mario Barth und alle anderen haben diese Schule durchlaufen.

Und so mutet der Comedy Pokal dem Publikum auch weiterhin das Neue und Unbekannte zu, denn darunter sind die „Stars“ von morgen. Am 29. Juni ist der Hamburger Comedy Pokal zu Gast bei „Werner Momsen ihm seine Gartenschau“. Es wurden vier Nachwuchskünstler aus Hamburg und Umland eingeladen, um in einem „Minipokal“ um eine Wildcard für den 12. Hamburger Comedy Pokal 2014 zu kämpfen.

Und der Initiator des Pokals, Sebastian Schnoy, wird am 30. Juni die „Gold Comedy Show“ im Goldbekhaus präsentieren, bei der bis zu acht Teilnehmer eines Workshops für Comedy und Kabarett ihre ersten Ergebnisse auf die Nachwuchsbühne bringen.

Der Hamburger Comedy Pokal bleibt dem Unbekannten auf der Spur, in der Gewissheit, dafür ein Publikum zu finden. In diesem Sinne: Beehren Sie uns mit Ihrer Anwesenheit und entdecken Sie mit uns neue Talente.

Kontakt:
Hamburger Comedy Pokal e.V., Peter Rautenberg, 040/27 87 02 10, peter.rautenberg@goldbekhaus.de, www.hamburgercomedypokal.de

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