Zwischen schweißtreibenden Theaterabenden und kühler Clubkultur, zwischen Grillfest und Networking, abseits von Konkurrenz, Hype und Preisvergaben entsteht mit dem Nachwuchsfestival KALTSTART HAMBURG Jahr für Jahr ein im deutschsprachigen Raum einzigartiges Erlebnis für Künstler und Publikum gleichermaßen – mit dabei die Festivalsparte für Jugendproduktionen: KALTSTART JUNG.

Autorin: Lina Klingebeil

Die Polyrealisten der Schaubühne, Foto: Gianmarco Bresadola

Die Polyrealisten der Schaubühne, Foto: Gianmarco Bresadola

Vom 16. bis 29. Juni öffnet das Kulturhaus III&70 seine Türen und versteckte Spielräume für Künstler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zwar ist die Festivalsparte KALTSTART JUNG das kleinste Boot der Flotte, hisst aber dennoch dieses Jahr breitere Segel und geht mit fünf Jugendproduktionen an den Start. Jugendliche im Alter von 14 bis 25 Jahren verschiedener Jugendklubs stellen sich auf die Bühnenbretter Hamburgs. Unter dem Kommando „Jugend pickt Bühne!“ präsentiert sich der Nachwuchs gleichberechtigt neben den Produktionen der Stadt- und Staatstheater und gibt Einblicke in die Vielfalt der Jugendtheaterszene.

Neben der Präsentation von Ergebnissen sollen auch die Prozesse in der Theaterarbeit mit Jugendlichen in den Fokus gestellt werden. Vor jeder der fünf Produktionen gibt es einen „Workshop zum Stück“, in dem die jeweiligen Leiter der Gruppen aus den Bereichen Performance, Schauspiel, Oper und Choreographie ihre Vermittlungsarbeit praktisch erfahrbar machen. Ein Publikumsgespräch nach dem Stück lädt ein zur Diskussion.

Am 16. Juni beginnt KALTSTART JUNG mit der Gruppe „Reset“ des Thalia Theater Hamburg unter Leitung von Alina Gregor. Die Jugendlichen haben zu dem Thema Extremismus selbstgeschriebene Songs, Tanzeinlagen, Film- bzw. Tonaufnahmen und Theaterszenen erarbeitet. Am 17. Juni sind die „Polyrealisten“ der Schaubühne aus Berlin zu Gast und testen mit dem Hamburger Publikum die Utopie mit Hilfe eines gemeinsamen Rituals. Vom RADAR.Institut für performative Recherche aus Kiel kommt am 18. Juni die Gruppe „UrbanScouts“, die ihre Heimat und ihre Generation genauer unter die Lupe genommen haben. Darauf folgt am Mittwoch der Jugendklub der Staatsoper Berlin, die das tragische Sterben in Verdis Opern szenisch erforscht haben. Als Abschluss der KALTSTART JUNG-Woche sind an einem Abend zwei Stücke des Jugendklubs von K3 | Tanzplan Hamburg zu erleben, die mit unterschiedlichen Choreographen gearbeitet haben.

KALTSTART JUNG wurde mit Unterstützung der Europäischen Union durch das Programm JUGEND IN AKTION finanziert.

Kontakt:
Kulturhaus III&70, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg

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