Mit Häkeln und Lateinnachhilfe nahm alles seinen Anfang: Als 1979 die damalige Parkschule abgerissen werden sollte, taten sich die Saseler Verbände und Initiativen zusammen, sorgten für den Erhalt des Gebäudes und gründeten den Sasel-Haus e.V.

Autor: Friedemann Boltes

Heute nutzen pro Jahr etwa 2700 Nutzer ca. 225 Kursangebote, die von 40 Dozenten gestaltet werden. In wirtschaftlicher Hinsicht ist der Kursbereich eine der Grundlagen für die Arbeit des Vereins, der aktuell 95 Prozent der benötigten Mittel selbst erwirtschaften muss. Entscheidend für die Akzeptanz ist dabei die Qualität des Kursangebots. So unterrichten z.B. ausschließlich Muttersprachler die Sprachschüler. Laufend wird die Kundenzufriedenheit erhoben, Kundenorientierung ist oberstes Gebot. Zu finden sind im Sasel-Haus Sprach- und Kreativkurse, Gesundheits- und Fitnessangebote, PC- und Handykurse.

Sozialen Zusammenhalt finden die Teilnehmer in vielen Kursen. Oftmals laufen die Kurse seit Jahren in der gleichen Zusammensetzung und Freundschaften entstehen unter den Teilnehmern. Dazu trägt auch das “Café Pause” im Haus bei, wo die Kurse gelegentlich bei Kaffee und Kuchen stattfinden.

So hat sich der gesamte Kursbereich zu einer der tragenden Säulen im Angebot des Sasel-Hauses entwickelt. Zielgruppenspezifisch werden dabei immer Angebote auf Kinder, Jugendliche und Senioren zugeschnitten. Die Kinder- und Jugendangebote finden dabei vor allem in den Ferien Anklang, die Seniorenangebote eignen sich speziell für den Gesundheits- und den Medienbereich.

Mit einem umfangreichen Fragebogen wurde 2010 erhoben, welche Kriterien für die Nutzung der Kurs-Angebote im Sasel-Haus den Ausschlag gaben. Wichtigstes Kriterium war hier eindeutig die Kompetenz der Dozenten. Ebenso geschätzt wurden die Rahmenbedingungen, die das Sasel-Haus stellt: gute Ausstattung, lange Büroöffnungszeiten, Parkplätze vor der Tür, Sauberkeit. Entscheidend war oft, dass Freunde, Bekannte oder Nachbarn das Haus empfohlen hatten oder gar selbst in einem speziellen Kurs saßen. Die Mund-zu-Mund-Propaganda war damit auch eindeutig der wichtigste Werbeweg, weit vor den Lokalzeitungen.

Weiterentwicklung ist in diesem Sinne für den Sasel-Haus e.V. wichtig. Für den Verein interessant sind dabei Neuentwicklungen, die sich z.T. aus einmaligen Seminaren oder Vorträgen ergeben oder aus Kooperationen resultieren. So ist in Zusammenarbeit mit umliegenden Schulen ein Medienprojekt zur Stadtteilgeschichte geplant. Ein Beispiel für die Verstetigung einmaliger Angebote gab es in der Reihe Forum Medien-Politik-Gesellschaft, wo im Frühjahr 2011 ein Vortrag eines Dozenten von amnesty international stattfand. Im Anschluß an den Vortrag diskutierten die Teilnehmer dann so lebhaft und intensiv, daß der Dozent vorschlug, diese Diskussion im Rahmen eines Kursangebots fortzuführen – so gibt es nun seit September einen Philosophie-Club im Sasel-Haus.

Mittwoch 18. + Donnerstag 19. April | 17:30–20:30 Uhr
Mit Düften verwöhnen
Workshop zum Kennenlernen und Selbermachen von
Duftsprays, Badesalzen und Massageölen
Kursleiterin: Gudrun Gloeckner
Beitrag: 35,- Euro, plus 20,- Euro Materialkosten

Kontakt:
Sasel-Haus e.V., Saseler Parkweg 3, 22393 Hamburg, 040/60 17 16-0, info@saselhaus.de, www.saselhaus.de

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